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Zukunft Personal 2012: Hat das klassische Messekonzept ausgedient?

1
Okt

Drei lange Wochen lag meine Freikarte zur Messe Zukunft Personal 2012 auf meinem Schreibtisch und lachte mich an. Hingehen oder nicht hingehen – das war hier die Frage! Lohnt sich ein Besuch auf Europas größter Fachmesse für Personalmanagement oder nicht? Ich habe mich dafür entschieden. Also durchstöberte ich zügig das Programm- und Ausstellerverzeichnis, stellte einen Plan mit interessanten Anlaufstellen zusammen, und los ging mein Messemarathon.

(Bildquelle: (CC BY-SA 2.0) Shepard4711 | flickr.com)

Binnen der ersten Stunden auf dem Messegelände stellte ich allerdings fest: Die Messehalle mit den vielen Ständen war ausgesprochen leer und die Vorträge vollkommen überfüllt. Da bleibt diese Frage nicht aus:

(Vielleicht als Ergänzung für alle, die unseren 3C-Twitter-Account an diesem Tag nicht verfolgt haben: Ich (@Lotsenkunst) habe im Namen von @3CDIALOG live von der Messe getwittert.)

Meine Follower waren, was meine Frage anging, ähnlicher Meinung:

 

 

 

Ich persönlich bin tatsächlich der Überzeugung, dass das klassische Messekonzept längst nicht mehr so viele Besucher in die Hallen lockt wie noch vor ein paar Jahren. Und diejenigen, die gemütlich über das Gelände gehen wollten, um sich hier und da ein paar Anregungen und Informationen zu holen, haben wahrscheinlich ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich:

Viele Unternehmen waren redlich bemüht, die Besucher mit Kaffeegutscheinen an ihren Stand zu locken. Es gab auch eine Handvoll Vertriebler, die ihr „Verkaufskript“ an den Mann bringen wollten – ohne Rücksicht darauf, ob ihr Gegenüber überhaupt der richtige Ansprechpartner ist –, und die Vorträge erinnerten leider eher an Verkaufsveranstaltungen.

Highlights bei den Vorträgen: Denkmotor und Masemann & Messer

Es gab jedoch auch Lichtblicke. Der Vortrag von Chris Brügger von Denkmotor hat mir sehr gut gefallen. Herr Brügger lieferte den Zuhörern praktischen Tipps und Lösungen, wie man die eigene Kreativität steigern kann. Er stellte auf eine kurzweilige Art die Methode des „Reizwortes“ vor. Hierbei wurde ein zufällig ausgewählter Begriff mit Assoziationen verknüpft und diese wiederum mit der eigentlichen Fragestellung in Verbindung gebracht – eine Methode, die zu mehreren und überraschenden Lösungen führte. Für mich stellte diese Präsentation einen wertvollen Input dar. Danke dafür!

Masemann & Messer, ein Trainingsunternehmen aus Wennigsen, machte den Methodenkoffer auf und zeigten innerhalb von 30 Minuten ein Feuerwerk an Techniken für „merk-würdige“ Trainings und Veranstaltungen. Die unkonventionelle Art, mit der sich die Trainer vorstellten, hat mir besonders gut gefallen. In der Vorbereitung waren Fragen unter die Stühle der Teilnehmer geklebt worden. Das Publikum musste unter den eigenen Sitz schauen und die betreffende Frage vorlesen – eine tolle Art, das gesamte Auditorium in eine Interaktion miteinzubeziehen. Sicher werde ich diese Methode in einem unserer Trainings anwenden.

Mein Fazit:

Ich denke, das klassische Messekonzept, das die Verkaufstätigkeit in den Mittelpunkt stellt, bedarf einer Optimierung. Bei der Weiterentwicklung sollten die Veranstalter dem Wunsch nach Austausch, Kontaktpflege und Zugewinn an Informationen Rechnung tragen. Ein Follower empfahl mir, ein HR-Barcamp zu besuchen. Eine gute Idee, die ich aufgreifen werde!

Veranstaltungstipp: das HR Barcamp

Über Twitter habe ich dann noch den konkreten Hinweis auf das HR Barcamp bekommen, das am 21. und  22. Februar 2013 in Berlin stattfinden wird. Warum es dabei genau geht, können Sie auf der Webseite und in dieser kleinen Präsentation erfahren:

 

Was denken Sie? Waren Sie schon einmal auf einem Barcamp, das sich mit HR-Themen beschäftigt hat? Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt?

thomas-halbritter@3c-dialog.de'

Author: Thomas Halbritter

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