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Work-Life-Balance

26
Aug

Das Ziel, Arbeits-, Familien- und Privatleben in Einklang zu bringen wird als Work-Life-Balance bezeichnet. Erreicht werden soll dieses Ziel durch flexible Arbeitszeitmodelle, neue Formen der betrieblichen Zusammenarbeit und Home-Office-Arbeitsplätzen.

Die Arbeitnehmer möchten sich in erster Linie mehr um ihre Familie und ihre privaten Aktivitäten kümmern und gleichzeitig die Möglichkeit haben, im Betrieb leistungsfähig und erfolgreich zu sein. Gerade Frauen mit Kindern profitieren hiervon. Ein weiterer wichtiger Grund ist die Gesundheit. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben verhindert Stress oder sogar Burnout. Auch gesündere Ernährungsgewohnheiten und mehr Sport werden durch eine gute Work-Life-Balance ermöglicht.

Die Unternehmen profitieren in hohem Maße davon: Gesündere Mitarbeiter kosten weniger Geld und leisten mehr. Zufriedene Mitarbeiter identifizieren sich stärker mit den Unternehmenszielen und arbeiten effizienter. Die Fluktuation sinkt dadurch. Richtig genutzt kann die höhere Flexibilität der Mitarbeiter auch in eine höhere Flexibilität für das Unternehmen umgemünzt werden – zum Beispiel bei schwankendem Arbeitsaufwand. 

Natürlich müssen im Betrieb einige Rahmenbedingungen gegeben sein. Das System muss gerecht und für alle Mitarbeiter – soweit die Tätigkeit dies zulässt – zugänglich sein. Home-Office-Arbeitsplätze dürfen nicht als Privileg wahrgenommen werden.

Die Zusammenarbeit in virtuellen Teams muss durch Extranets und VPN-Lösungen (die einen Zugriff auf den Unternehmensserver von zu Hause aus ermöglichen) gewährleistet werden. Chats, Videokonferenzen etc. müssen möglich sein – die Unternehmen benötigen gute Kooperations-Software-Lösungen.

Zudem muss auf der einen Seite gewährleistet sein, dass die Mitarbeiter zu Hause auch wirklich arbeiten, zum anderen muss der Arbeitgeber dem zu Hause arbeitenden Mitarbeiter auch die Möglichkeit geben, private Dinge zu erledigen. Policies, die die Spielräume für beide Seiten festlegen, können hier wertvolle Dienste leisten.

Und eine Sache darf man auch nicht vergessen: Für viele Mitarbeiter besteht die perfekte Work-Life-Balance darin, pünktlich Feierabend zu machen und erst wieder an die Arbeit zu denken, wenn sie morgens den Betrieb betreten. Daran ist ja auch nicht Verkehrtes …

Buchtipp:

Markus Albers – Morgen komm ich später rein: Für mehr Freiheit in der Festanstellung, Campus Verlag 2008

Author: 3C-Team

Kommentare

  • sabine-haas@result.de'
    26. August 2010

    Ich habe ja schon meine Probleme mit dem Begriff: work-life-balance. Als wäre Arbeit nicht Teil des Lebens, sondern sein Gegenteil. Ich glaube, wenn man Arbeit nicht in sein Leben integriert, sondern sie allem Positiven entgegenstellt, kann das mit der Balance schon nichts werden. Dennoch: Es ist einfach schwierig, Privates und Dienstliches unter einen Hut zu bringen. Jeder Mitarbeiter muss viel Eigendisziplin aufbringen, wenn kein Teil seines Lebens zu kurz kommen soll. Meist fordert der Job mehr, als in einen Arbeitstag passt – und das Privatleben mehr, als in den Feierabend eigentlich reingeht. Die Welt ist vielfältig und bunt geworden und das überbordende Medien-, Game- und Internetangebot ist da nur ein Aspekt von vielen.. Als Arbeitgeber sollte man darauf achten, dass man seinen Mitarbeitern Zeit und Raum für Privates lässt. Als Mitarbeiter ist es wichtig, seine Arbeit nicht nur als lästige Freizeitunterbrechung zu verstehen… Leicht gesagt ist beides. Schwierig dennoch, Tag für Tag im Alltag damit ernst zu machen…

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