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Verhaltensregeln für die sozialen Netzwerke

15
Jun

Spam- und Pishingattacken nehmen merklich zu. Das haben der Computerbauer Toshiba und der Viren-Spezialisten McAfee zum Anlass genommen und gemeinsam eine Kampagne gestartet. Darin geben sie Sicherheitstipps und werben für ein überlegtes Nutzerverhalten im Social Web.

Zu Beginn der sozialen Netzwerke ging es insbesondere darum, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten – sich zu vernetzen. Heute haben Handlungen in den Social Media Einfluss darauf, wie wir in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Zudem sind die sozialen Netzwerke in der Vergangenheit häufig das Ziel von Spam- und Phishing-Attacken gewesen. Erhöhte Wachsamkeit ist gefragt.

Die beiden Unternehmen raten: Mit etwas gesundem Menschenverstand, einem überlegten Nutzungsverhalten und den richtigen Einstellungen kann man sich vor den meisten Gefahren schützen und mit gutem Gewissen online „netzwerken“.

Auszug aus den Verhaltensregeln:

Seien Sie wählerisch beim Hinzufügen von Online-Freunden. Kennen Sie sie tatsächlich und vertrauen Sie ihnen? Dasselbe gilt für Gruppen und den „Gefällt mir“-Button (immer erst überlegen, was Ihre Profilbesucher davon halten werden), aber auch für die Nutzung von Apps – denn die haben meist Zugriff auf Ihre persönlichen Daten und Ihre Freundesliste und machen davon auch Gebrauch. Denken Sie daran: Eine unseriöse App kann genauso viel Schaden anrichten wie Schadsoftware auf einem PC.

Machen Sie sich mit den Privatsphäre-Einstellungen vertraut und überprüfen Sie sie regelmäßig. Denken Sie daran, dass Sie unterschiedlichen Personen und Gruppen unterschiedliche Rechte zuweisen können (z. B. für Fotos, Statusmeldungen usw.). Wählen Sie Ihre Standardeinstellungen eher restriktiv und geben Sie nur im Einzelfall einem größeren Personenkreis Zugriff, wenn dies angebracht ist.

Vor dem Klicken nachdenken! Ein unüberlegter Klick auf ein interessantes Video oder einen Link kann schnell unerwünschte Folgen haben. Um sich eine Malware-Infektion einzufangen, müssen Sie heutzutage nicht einmal mehr eine App installieren oder einen Beitrag weiterleiten. Klicken Sie niemals unbesehen auf einen Link, nur weil Sie den Absender kennen. Überprüfen Sie vor dem Klicken immer die URL: Sieht irgendetwas daran seltsam aus oder enthält sie vielleicht einen Parameter wie „userwantedtoinvitefriends-automated“, über den automatisch Spam an Ihre Freunde verschickt wird?

Achten Sie auf Ihre Wortwahl, posten Sie keine falschen Informationen oder Gerüchte, schreiben Sie keine negativen Beiträge oder bösen Kommentare – insbesondere natürlich nicht über Ihren Arbeitgeber, Ihre Uni usw. Und wenn Sie mal ein Gläschen zu viel getrunken haben: Finger weg von der Tastatur, sonst herrscht am nächsten Morgen vielleicht gleich doppelt Katerstimmung! Generell gilt: Was Sie im realen Leben nicht sagen würden, hat auch im Internet nichts zu suchen.

Geben Sie einer neuen Facebook-App keine zusätzlichen Zugriffsrechte, bevor Sie sich vergewissert haben, dass es sich um eine seriöse App handelt. Das gilt insbesondere für Apps, die Ihnen ein Gratisangebot oder einen Gewinn versprechen. Viele dieser Apps posten automatisch Nachrichten an die Pinnwände Ihrer Freunde, was in der Regel nicht unbedingt auf Begeisterung stößt. Schlimmer noch: Manche sammeln sogar Ihre persönlichen Daten, um sie dann an Online-Kriminelle zu verkaufen. Auch im Internet gilt: Was sich zu schön anhört, um wahr zu sein, ist prinzipiell erst einmal verdächtig.

Üben Sie auch online ein wenig Zurückhaltung und nerven Sie Ihre Freunde nicht mit Statusmeldungen im Minutentakt. Laden Sie keine persönlichen oder unangemessenen Bilder hoch – auch dann nicht, wenn Sie eher strenge Privatsphäre-Einstellungen festgelegt haben. Denn was einmal im Internet ist, hält sich dort auch recht hartnäckig!

christine-heller@3c-dialog.de'

Author: Christine Heller

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