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Recruiting ohne Social Media – Geht das heute überhaupt noch?

8
Feb

Auf dem Recruiting-Blog online-recruiting.net tauchte am 3. Februar die Meldung auf, das Unternehmen StepStone habe seine AGB verändert und verhindere damit, dass Firmen auf ihre Facebook-Präsenzen verlinken dürften. Drei Tage später berichtet Eva Zils, dass der eingefügte Absatz wieder aus den Geschäftsbedingungen des Portals verschwunden sei, und liefert Screenshots als Beweis. Eine offizielle Reaktion des Unternehmens habe es bisher nicht gegeben, so die Bloggerin.

Wenn Unternehmen auf StepStone nicht mehr auf Ihre Aktivitäten im Social Web verweisen dürften, wäre das auf jeden Fall ein Rückschritt, aber warum?

Bildquelle: CC BY-NC-SA 2.0 Obstschale | flickr.com

 

StepStone steht in keiner Konkurrenz zu Facebook oder anderen sozialen Netzwerken, denn für den Bewerber, der eine bestimmte Position sucht, sind die Portale, so auch monster.de, eine große Hilfe bei der Recherche nach dem passenden Job. Erst im zweiten Schritt wird der Bewerber einen Blick auf den Auftritt des Unternehmens in den sozialen Netzwerken werfen, so zumindest unsere Erfahrung. Eigentlich ergänzen sich das Social Web und die Portale sehr gut.

Wir erleben im Recruiting-Prozess beinahe täglich, dass sich Bewerber heutzutage allumfassend über die Unternehmen informieren. Der Blickwinkel auf das Unternehmen hat sich verändert. Eine neue Sichtweise auf die potenziellen Arbeitgeber bieten die sozialen Netzwerke, das ist in erster Linie natürlich Facebook. Dort erhalten die Bewerber einen atmosphärischen Eindruck vom möglichen neuen Arbeitgeber. Bei der Jobsuche zählt nicht nur das Wo, Wie und Was, auch die „Zwischentöne im Unternehmen“ sind wichtig. Und diese kann man manchmal beim Blick auf die Facebook-Seiten von Unternehmen, so auch bei unserem Auftritt, erhaschen.

„Daumen hoch“ der Geschäftsführung, Fotos der Umgebung, Kommentare von Kollegen, Hinweise auf unsere Weiterbildungsmaßnahmen, allgemeine Infos, kleine Nebensächlichkeiten – all dies sind Informationen, die eine klassische Webseite sprengen würden.

Trennen die Mitarbeiter heute noch Berufliches und Privates so streng wie in den Zeiten unserer Väter? Die Antwort ist ein klares Nein. Man verbindet sich über Xing, LinkedIn oder Facebook, denn der berufliche Austausch ist viel breiter und umfassender als früher.

Die Wertschätzung und das positive Miteinander sind insbesondere in der Kundenberatung wichtig, hier arbeiten die meisten unserer Kollegen. So ist beispielsweise Facebook ein wunderbarer Kanal, besonders für die Bewerber, die sich für uns interessieren. Wer noch keine Erfahrungen mit unserem Unternehmen hat, kann dort sehen, wie wir miteinander umgehen und wer wir sind – welche Gesichter sich hinter dem Namen 3C DIALOG verbergen.

Sollte es wirklich so sein, dass StepStone seine AGB geändert und die Verlinkung sozialer Auftritte untersagt hatte, so nimmt das Unternehmen Bewerbern die Chance, sich ohne Umwege weitergehend über den potenziellen Arbeitgeber zu informieren. Es werden Hürden geschaffen, die nicht nötig und auch nicht sinnvoll sind – zumindest aus der Sicht des Bewerbers. Natürlich bleibt es dem Suchenden selbst überlassen, innerhalb von Facebook nach einer Präsenz des Unternehmens zu suchen.

Und um meine eingangs gestellte Frage „Recruiting ohne Social Media – Geht das heute überhaupt noch?“ zu beantworten: Nein, Social Media und Recruiting gehören heutzutage unweigerlich zusammen.

Author: 3C-Team

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