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„Ja, Chef war ein klasse Training – aber… !“

22
Sep

„Warum Trainings zwar helfen, aber nichts nützen?
Selbstverständlich wollen Sie gut ausgebildete Mitarbeiter, welche auf heutige und zukünftige Anforderungen flexible reagieren können. Also investieren Sie Zeit und Geld in ein Training. Ein oder zwei Seminartage zum Thema Vertrieb oder
Service dürften ausreichen, um die Mitarbeiter wieder „einzunorden“ und den Erfolg zu steigern.

Doch der anfängliche Schwung und Elan nach dem Training verfliegt schnell und der Erfolg bleibt am Boden haften. Warum folgt nach dem kurzen Höhenflug fast immer der rasche Absturz?

Was man vom Zähneputzen für die Trainingsumsetzung lernen kann?
Machen Sie morgen früh ein kleines Experiment. Stellen Sie sich wie immer vor den Spiegel und putzen Sie sich ihre Zähne. Aber dieses Mal benutzen Sie hierfür ihre andere Hand. Rechtshänder die linke und Linkshänder dementsprechend die rechte.

Wie fühlen Sie sich dabei? Sind Ihre Bewegungen immer noch so automatisch und flüssig, wie mit ihrer gewohnten Hand. Verspüren Sie den Wunsch, doch ihre gewohnte Hand zu nutzen? Vielleicht haben Sie bemerkt, wie unangenehm bereits eine kleine Änderung in unserer Routine wirkt.

Ein unaufhörlich flüsterndes Gewohnheitstierchen in uns, versucht uns von neuen „gefährlichen“ Wegen abzuhalten und auf gewohntem Kurs zu halten: „Das kannst Du nicht!“, „Das bringt doch nichts!“, „Das verunsichert Dich nur“, „Mach es wie immer, dass hat noch immer funktioniert.“, „Ja sicher, auf den ersten Blick ist das Neue besser, aber…“.

Will Ihr Mitarbeiter die Trainingsinhalte umsetzen, schlägt sein Gewohnheitstierchen subtil mit solchen Botschaft zu. Mit jeder kleinen Herausforderung bei der Umsetzung schwindet die Bereitschaft es noch einmal zu probieren und der Trainingserfolg liegt da nieder.

Also, nützen Trainings nichts?

Nein, sondern:

  • Machen Sie sich bewusst, dass ein Training immer nur kleinste Baustein für eine erfolgreiche Verhaltensänderung bildet.
  • Planen Sie nicht nur Zeit für die Präsenztrainings ein, sondern auch für die Umsetzung. Denken Sie darüber nach, wie sich ein Präsenztraining mit einem zeitnahen Mitarbeitercoaching verbinden lässt.
  • Bereiten Sie Ihre Mitarbeiter auf mögliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung vor.
    Am besten noch im Rahmen des Präsenztrainings.

Bereits diese kleinen Ideen sichern Ihre Trainingsinvestionen.

In meinem nächsten Blogbeitrag stellen ich Ihnen unterschiedliche Werkzeuge zur Gestaltung eines effektiven Praxistransfers vor.

thomas-halbritter@3c-dialog.de'

Author: Thomas Halbritter

Kommentare

  • cathrin-jacob@3c-dialog.de'
    23. September 2010

    Der Praxistranser ist in der Tat der Knackpunkt, denn da beginnt der so genannte Change-Prozess. Die Nachhaltigkeit ist oft der Knackpunkt an dem jede noch so gut gemeinte Zusammenkunft scheitern kann. Sie ist aber so immens wichtig, wenn man echte Veränderungen im Unternehmen anstrebt. Es sei denn, es geht um simples Teambuilding. Dann reicht es aber schon, ein Fässchen Kölsch in die Gemeinschaftsküche zu stellen 🙂
    Im Ernst: Wer schon in das Training der Mitarbeiter investiert, dem muss an positiver Entwicklung etwas liegen. Gewusst wie? Ich freue mich auf Teil 2 deiner Ausführungen!

  • sabine-haas@result.de'
    24. September 2010

    Ist ist sicher wichtig, Training von Beginn an als einen Prozess und niemals als Einzelereignis zu betrachten. Sonst ist es sicher verschenkter Einsatz..

  • info@christophbusch.com'
    29. September 2010

    Alles was geschrieben steht ist richtig. Die Frage lautet nicht „Präsenztraining ja oder nein?“ sondern „Präsenztraining und dann?“. Auf das „dann“ bzw. den „Knackpunkt“ – wie Fr. Jacob angemerkt hat – kommt es an. Erfahrungsgemäß hilft uns dabei unser Verstand mehr, als das Change-Process-Geblubbere. Sehr wirksame Fortschritte lassen sich erzielen, wenn Mitarbeiter „kleine Schritte“ gehen. Statt alle Veränderungen auf einmal, lieber die Reduktion auf einen Punkt. Ich habe oft erlebt – dafür ist jedoch eine positive Unternehmenskultur Voraussetzung –, dass sich Mitarbeiter gegenseitig geholfen haben. In den Teams kennt man die Optimierungspotenziale sowieso. Immer mal wieder ein liebenswürdiger Hinweis unter Kollegen – bei gegenseitiger Achtung und Vertrauen – bringt das Team schnell voran. Dies kombiniert mit dem regelmäßigen Trainereinsatz – der die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter glaubhaft fördert – und die Sache läuft. Das Kölsch gibt’s noch dazu …

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