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„Es geht vor allem um den Menschen“ – Ein Erfahrungsbericht nach 10 Assessment-Centern

22
Aug

Nachdem ich gestern mein zehntes Assessment-Center betreut habe, möchte ich in diesem Beitrag von meinen bisherigen Erfahrungen berichten. Wir sind ein vielfältiges Team, meine Kollegen Thomas Halbritter, studierter Pädagoge für Chemie und Biologie und Kommunikationstrainer der 3C DIALOG, unser Dialogcenter-Teamleiter und ich, Florian Schilz, Trainee bei der result holding und Student der Wirtschaftswissenschaften. Ebenso vielfältig wie unser Team ist unser Unternehmen, und so sind auch unsere Bewerber! Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, verfügen über unterschiedlichste Erfahrungen und haben spannende Geschichten.

Bildquelle: CC-BY Frau Böb | flickr.com

Vom Koch bis zum Scharfschützen der Bundeswehr saß schon so ziemlich jeder bei uns im Assessment-Center. Das Team und auch ich sind jedes Mal aufs Neue sehr gespannt und sogar ein wenig aufgeregt, was uns erwartet. Wir betreten mit der Einstellung den Raum, etwas von unseren Bewerbern zu erfahren und auch zu lernen. So erzählte einer unserer Bewerber, dass er seinen Segelschein erfolgreich beendet hat und ein Jurastudium manchmal 24 Stunden des Tages in Anspruch nimmt.

Durch die unterschiedlichsten Geschichten und auch Antworten auf unsere Fragen lerne ich viel über Menschen und erfahre von ihnen viel aus ihrem Leben. Die Menschenkenntnis verbessert sich enorm und ich merke, wie schnell Vorurteile aus dem Weg geräumt werden. Jeder bekommt bei uns die gleiche Chance, und jeder wird gleich behandelt. Wir interessieren uns für die Person – den Mensch, der am Ende bei uns für Unternehmen Kunden am Telefon betreuen wird. Menschen aufgrund von Unterlagen zu bewerten, fällt uns schwer. Denn: Ein Zeugnis sagt noch lange nichts darüber aus, welchen Charakter ein Mensch hat. Wer über ein Sprachenzertifikat verfügt, hat nicht automatisch auch Durchsetzungskraft. Die Assessment-Center dienen dem gegenseitigen Kennenlernen, dort sind wir stets offen und ehrlich gegenüber unseren Bewerben und erwarten dies auch von ihnen. Wir beantworten auch kritische Fragen und lassen uns gerne löchern, schließlich haben wir den Anspruch eines Unternehmens mit flachen Hierarchiestrukturen.

Nicht jeder bereitet sich auf die Assessment-Center gleich gut vor. Und manchmal frage ich mich, ob sich die Bewerber wirklich vorher mit unserem Unternehmen auseinandergesetzt haben. In Zeiten von Social Media sollte es für jeden ein Leichtes sein, etwas über 3C DIALOG zu erfahren. Doch nur wenige kennen unsere Blogs oder unsere Twitteraccounts. Häufig werden Fragen gestellt, die auf der Homepage eindeutig beantwortet werden. Das finde ich sehr schade. Ich würde mir wünschen, dass sich jeder auf die anstehenden Gespräche vorbereitet. Das habe ich nach meinem zehnten Assessment-Center für mich gelernt: Man sollte sich über die Firma informieren, bei der man sich bewirbt, denn nur dann kann ich entscheiden, ob ich überhaupt dorthin möchte und ob ich auch zu dem Unternehmen passe.

Von den unseriösen Anbietern in der Callcenter-Branche grenzen wir uns ganz bewusst ab. Wir sind ein Dialogcenter, und unser ganzer Konzern baut auf das Prinzip des Dialogs. Uns sind die Grundsätze des Web 2.0 „participation“, „usability“ und „remixability“ sehr wichtig, und danach suchen wir auch unsere Bewerber aus.

florian-schilz@result.de'

Author: Florian Schilz

Kommentare

  • rolf.trompeter@web.de'
    Rolf Trompeter
    26. Juli 2012

    Nachdem ich heute ein sehr nettes Gespräch mit Herrn Schilz führen durfte, freue ich mich nun auf das Assessement Center am 01.08.

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