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Ein Barcamp für die Callcenter-Branche? – Das funktioniert!

11
Sep

Barcamps liegen „schwer im Trend“. Vor knapp zehn Jahren fanden die ersten dieser „Unkonferenzen“ statt, bei denen die Teilnehmer die Inhalte und den Ablauf zu Beginn der Veranstaltung selbst entwickeln. In sogenannten Sessions, die durch kurze Vorträge eingeleitet werden, tauschen sich die Teilnehmer in offenen Diskussionsrunden aus – ein Konzept, das besonders in der digitalen Wirtschaft beliebt ist.
Am vergangenen Freitag, den 5. September 2014, fand nun im Kölner STARTPLATZ das erste Callcenter Barcamp statt, das von unserem Geschäftsführer und CCV-Vorstand Walter Benedikt organisiert und von 3C Dialog gesponsort wurde. Im Folgenden berichtet Barcamp-Moderator Rouven Kasten, wie sich die Idee zu der Veranstaltung entwickelt hat, ob ein Barcamp für die Callcenter-Branche funktioniert und wie die Veranstaltung bei den Branchenvertretern angekommen ist:

Der Grundstein für das Callcenter Barcamp wurde bereits im Juli 2013 gelegt. In einer lockeren Unterhaltung zwischen Walter Benedikt, der sich gerade auf die Wahl zum Vorstandsmitglied des CCV für den Bereich Neue Medien vorbereitete, und mir kam das Thema Barcamp zur Sprache. Schnell entwickelt sich daraus die Idee, dass dieses Veranstaltungsformat spannende Impulse für die Callcenter-Branche geben könnte, da es sich optimal zur Weiterbildung und zum Wissensaustausch eignet. Die Frage war nur, ob das Format Barcamp mit seinen offenen Strukturen von einer eher konservativen Branche angenommen würde.

Ziel eines Barcamps ist der Dialog auf Augenhöhe und über alle Hierarchien hinweg, vom Agenten bis zum Geschäftsführer. Genau darin lag auch die Herausforderung. Die offenen Strukturen ohne starre Agenda und feste Keynotes waren für die Branche ein Novum, von dem nicht klar war, ob es angenommen werden würde.

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Vergangenen Freitag war es dann endlich soweit. Die Tickets waren bereits eine Woche vorher restlos ausverkauft. Aufgrund meiner Erfahrungen mit Barcamps sowohl als Teilnehmer als auch als Organisator u. a. des stARTcamps Köln hatte ich mich bereit erklärt, an diesem Tag als Moderator durch die Veranstaltung zu führen. Bei meiner Ankunft am Veranstaltungsort war deutlich die Spannung vieler Teilnehmer zu spüren, die noch keine konkrete Vorstellung davon hatten, was am heutigen Tag auf sie zukommen würde. Einigen war eine gewisse Skepsis erkennbar ins Gesicht geschrieben. Nach einem zwanglosen Get-Together startete die Veranstaltung mit einer lockeren Ansprache der knapp 50 Teilnehmer durch Walter Benedikt. Bereits ab diesem Zeitpunkt war das erste Eis gebrochen. Nach einer kurzen Erklärung der Sessionsplanung ging auch diese so einfach vonstatten, als wären die Teilnehmer schon lange Barcamp-erprobt. Die Veranstaltung umfasste insgesamt vier Sessionslots, die von einer gemeinsamen Mittagspause unterbrochen wurden, zu Themen wie Customer Experience, Ausbildung und Mindestlohn.

Jedes Barcamp endet obligatorisch mit einer Feedbackrunde. Das war natürlich auch bei uns der Fall. Obwohl ich bereits im Lauf der Veranstaltung den Eindruck gewonnen hatte, dass die Veranstaltung bei den Branchen-Vertretern gut angekommen war, war ich überrascht über die durchweg positiven Rückmeldungen. Florian Stöhr, der Leiter von buw digital, zog folgendes Fazit: „Ich kam mit gemischten Gefühlen her und dachte, unsere Branche ist noch nicht so weit. Aber ich wurde mit Freude eines Besseren belehrt!“ Mehrfach wurde auch der Wunsch nach Wiederholung der Veranstaltung geäußert.

Das Feedback hat mich sehr gefreut. Es ist für mich der Beweis, dass sich das Format Barcamp immer wieder auszahlt. Die lockere und ungezwungene Atmosphäre des Wissensaustauschs zeigt, dass ein teurer Kongress nicht immer zielführend sein muss. Meine Erfahrung zeigt im Gegenteil, dass der Dialog auf Augenhöhe viel gewinnbringender sein kann als eine klassische Frontalveranstaltung.

Fazit ein Barcamp macht Sinn!

Das Barcamp hat macht deutlich, dass die Callcenter-Branche bereit für das Format ist. Es wird sicherlich eine Wiederholung geben. Alle Interessierten finden dazu hier aktuelle Informationen. Weitere Barcamps in Deutschland finden Sie hier.

Author: Rouven Kasten

Lebt und arbeitet seit 1995 digital – zunächst als selbstständiger Webdesigner und Projektplaner, später dann in Agenturen als Unit-Leiter. Er gehört seit Beginn 2013 zum result-Team und ist unser Ansprechpartner für Unternehmen, die den Einstieg ins Social Web suchen oder ihre bestehende Strategie anpassen möchten.

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