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E-Learning im Unternehmen

13
Sep

Wer den Begriff „Wissensvermittlung“ als Suchbegriff im Internet eingibt, wird nahezu erschlagen von den unterschiedlichen Möglichkeiten und Angeboten. Wen wundert’s? Besonders in der Dienstleistungsbranche ist Mitarbeiterwissen der Rohstoff, mit dem man dealen kann. Dabei geht es bei Dialogdienstleistern – und das ist kein Geheimnis – vor allem um die Schnelligkeit der Wissensvermittlung.

  • Was tut man, wenn Mitarbeiter möglichst schnell und effizient eingearbeitet werden sollen?
  • Wie stellt man sicher, dass das Wissen auch beim Mitarbeiter angekommen ist?
  • Wie kann man in einem schnelllebigen Arbeitsalltag Lerneinheiten für die Mitarbeiter unterbringen?

Die Struktur unserer internen Weiterbildungsmaßnahmen muss diese Herausforderungen berücksichtigen. Ein wichtiger Baustein in dieser Struktur ist für uns seit 2009 das Thema E-Learning. Wir haben uns – nach ausgiebiger Testphase – für eine open-source-Lernplattform entschieden. Mit Hilfe dieser Plattform hat jeder Mitarbeiter Zugriff auf unterschiedliche Schulungseinheiten. Sein Wissen kann in Kurztests im Laufe eines Tages abgefragt werden. Man erhält also eine schnelle Rückmeldung über den Wissensstand und kann gezielt nachschulen. Kurze Lerneinheiten können in den Arbeitsalltag integriert werden. Ein differenziertes Rollen- und Rechtesystem reguliert den Zugriff.

Schon im Jahr 2005 haben wir uns intensiv mit dem Thema E-Learning beschäftigt, dabei aber im Selbstversuch gelernt, welche Fehler man dabei machen kann. E-Learning wurde zu dieser Zeit vor allem als Instrument in der universitären Ausbildung eingesetzt; in Schulen gab es die ersten Pilotprojekte. Im Jahr 2009 starteten wir einen neuen Versuch, gehören damit aber wahrscheinlich immer noch zu den Pionieren, die sich dieses Instrumentes im beruflichen Kontext bedienen.

(Bild: Varsity Constractors, Inc.)

Bei dem erneuten Einsatz konnten wir die Erfahrungswerte aus der ersten Havarie positiv umsetzen.

Grundsätzliche Erkenntnisse haben sich nach dem einjährigen Einsatz noch verfestigt:

  1. Ganzheitlich soll es sein! E-Learning sollte immer in ein Gesamtkonzept eingebunden sein. Es muss eine klare Schulungsstrategie geben, in der E-Learning eine zentrale Rolle spielen kann.
  2. Auf die Mischung kommt es an! E-Learning wird selten isoliert eingesetzt. Meistens wird es durch Präsenzveranstaltungen ergänzt oder umgekehrt.
  3. Think big, start small! Lange eingeschliffene Strukturen lassen sich auch durch E-Learning nicht von heute auf morgen ändern. Man muss die Mitarbeiter mit auf die Reise nehmen, um Akzeptanz für das neue Instrument zu schaffen.
  4. Make it simple, make it short! Lerneinheiten für den Rechner müssen ansprechend gestaltet und kurz sein. Komplexe Sachverhalte müssen durch kreative Übungen ergänzt werden.
  5. Lernen darf auch Spaß machen! Die Vielfalt an Fragemöglichkeiten weckt auch das Spielkind in uns – und das darf es auch.

Author: Judith Müller-Krohn

Nach längerer Tätigkeit als Studienleitung im Bereich Marktforschung ist Judith Müller-Krohn seit 2008 bei der 3C DIALOG Projektleiterin für den Bereich E-Learning. Die Entwicklung von E-Learning-Modulen, die konzeptionelle Betreuung von Fachschulungen, der Aufbau projektspezifischer Wikis sowie der Personalrekrutierung bilden den Schwerpunkt ihrer Arbeit.

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