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Männchen, Symbole & Co. – Visualisieren für den Trainingserfolg

10
Mai

Kennen Sie das? Ihnen fällt ein altes Urlaubsfoto in die Hände und ein kurzer Blick darauf löst eine wahre Bilderflut an Erinnerungen im Kopf aus. Nach kurzer Zeit fallen Ihnen Einzelheiten zu diesem Urlaub ein, die Sie längst vergessen glaubten. Und das nur, weil ein altes, verblasstes Bild den Initialfunken dazu gab.

Wenn uns also Bilder beim Erinnern helfen, wäre es dann nicht toll, diesen Trick auch zu nutzen, um im beruflichen Alltag Inhalte aus einem Training abrufbar zu machen? Ich denke: auf jeden Fall! Daher visualisieren meine Trainingsteilnehmer und ich bis sprichwörtlich die Stifte glühen.

So kamen zum Beispiel die Teilnehmer eines Beschwerdemanagementtrainings auf die Idee, dass die Sackgasse ein gutes Bild für problemorientiertes Denken sein könnte. Schnell war eine Sackgasse gezeichnet, fotografiert und vervielfältigt. Die Teilnehmer nutzen dieses Bild im kollegialen Coaching, um sich immer wieder für das Thema „weg vom Problem – hin zur Lösung“ zu sensibilisieren.

Als Trainer verstehe ich meine Aufgabe darin, den Teilnehmern solche „Bildanker“ anzubieten, bzw. diese gemeinsam mit ihnen zu entwickeln.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Tolle Idee, aber ich kann nicht zeichnen.“ Darum geht es nicht – im Gegenteil: Der Charme des „Nicht-Perfekten“ hilft bei der Identifikation mit einem Bild. Es hilft dabei, sich daran zu merken, für was es steht und woran es erinnern soll.

Außerdem gibt es durchaus ein paar nützliche Tipps: Für meine Männchen, Symbole & Co. nutze ich die Hilfestellungen der Buchreihe bikablo der Kommunikationslotsen aus dem Neuland Verlag. Schnell findet man dort ansprechende Ideen, die man auch für seine ganz eigenen Anforderungen weiterentwickeln kann. Wie das mit einfachen grafischen Grundformen funktioniert, zeige ich Ihnen im nachfolgenden Video.

Dabei stelle ich Ihnen auch die App Paper by FiftyThree für das iPad vor. Mit dieser App gelingt es mir persönlich sehr gut, eine eigene Bildsprache zu entwickeln und einzuüben. Diese kann ich dann auf Flipcharts, Handouts und Präsentationen einsetzen. Ach ja, und seitdem ich meinen eigenen Stil habe, kann ich auf Cliparts (*gähn*) und schnell heruntergeladene Bilder (Rechte?) gänzlich verzichten.

Sein Sie mutig, und probieren Sie Ihre eigenen Visualisierungen aus! Egal, ob im Training, in einer Präsentation oder einem Meeting. Sie gewinnen dadurch Authentizität. Also ran an die Stifte!

thomas-halbritter@3c-dialog.de'

Author: Thomas Halbritter

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