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Arbeitszeitmodelle abseits vom Nine-to-five-Job

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Mrz

Die Vor– und Nachteilevon flexiblen Arbeitszeitmodellen sind gerade in aller Munde. Viele Arbeitnehmer assoziieren mit dieser Flexibilität häufig die Arbeit aus dem Homeoffice. Dabei ist diese nur eines von vielen denkbaren Modellen  Teilzeit, Gleitzeit, Schichtarbeit oder das Führen eines Arbeitszeitkontos fallen ebenso darunter. Bewerber fragen uns häufig, welche Arbeitszeitmodelle wir ermöglichen. Unsere Antwort lautet dann: Es muss nicht immer Nine-to-five sein. Was das konkret bedeutet, wollen wir in diesem Beitrag einmal darstellen.

Es gibt noch weitere Arbeitszeitmodelle abseits des Nine-to-five-Jobs.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren

Die Arbeitszeitflexibilisierung ist kein neuer Trend. In Europa ist sie bereits seit der Jahrtausendwende ein Thema. Wird die Arbeitszeit in einem Betrieb flexibel eingesetzt, so profitieren beiden Seiten davon – der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. Das Unternehmen kann besser auf Auftragsschwankungen reagieren, damit Kosten reduzieren und die Produktivität steigern.

Natürlich bieten die flexiblen Arbeitszeitmodelle auch Vorteile für unsere Mitarbeiter: Lassen sich private Termine und der Job miteinander vereinbaren, steigt die Zufriedenheit, und die Mitarbeiter sind motivierter. Im Fachjargon würde man jetzt von einer ausgeglichenen Work-Life-Balance sprechen.

Das Kundenverhalten bestimmt den Personaleinsatz

Für uns als Arbeitgeber und Dialogcenter bedeuten flexible Arbeitszeitmodelle, dass wir uns besser nach den Betriebs- und Servicezeiten unserer Auftraggeber richten können. Denn die meisten Kundenkontakte bearbeiten wir vormittags zwischen 9 Uhr und 12 Uhr sowie spätnachmittags von 16 bis 18 Uhr. Das schwankt natürlich je nach Projekt. Wenn Sie Ihr eigenes Kundenverhalten überprüfen, werden Sie sich in der nachfolgenden Grafik wiederfinden. Denn wer von uns, verbringt gerne Zeit in der Warteschleife? Richtig. Wenn wir uns an ein Unternehmen wenden, möchten wir auch möglichst schnell mit einem Kundenberater sprechen.

Für unseren Personaleinsatzplaner bedeutet dies, dass dementsprechend viel Personal in den Stoßzeiten zur Verfügung stehen muss. Zwischen 12 und 16 Uhr werden weniger Kundenberater anwesend sein, weil weniger Kundenkontakte bei uns eingehen. Kann die Arbeitszeit der Mitarbeiter flexibel gestaltet werden, können Über- und Unterbesetzung vermieden werden.

Beispiel einer Call-Eingangskurve im Tagesverlauf

Welche Arbeitszeitmodelle setzen wir um?

Generell gilt: Wir haben die Möglichkeit, unsere Mitarbeiter von Montag bis Sonntag zwischen 6 und 22 Uhr einzusetzen. In diesem Rahmen bieten wir verschiedene Arbeitszeitmodelle an:

  • Teilzeitarbeit
  • Schichtarbeit
    (täglich gleichbleibende oder wechselnde Arbeitszeit, unterschiedliche Blockeinsätze im Wechsel, Teilung von Einsatzschichten)
  • Vollzeitarbeit
  • Telearbeit
    (realisieren wir dann, sofern es das Projekt es zulässt und der Mitarbeiter länger als ein halbes Jahr im Unternehmen ist)

Personaleinsatzplanung ist kein Kinderspiel

Haben Mitarbeiter wichtige private Termine, die sich nicht verschieben lassen, oder Urlaubswünsche, so versuchen wir dies im Rahmen unserer Möglichkeiten zu berücksichtigen. Gleiches gilt für Wunscharbeitszeiten. Hier müssen wir jedoch für eine faire Verteilung unter den Kollegen sorgen. Schließlich sollen Mitarbeiter weder benachteiligt noch bevorzugt werden.

Jeder Mitarbeiter ist mit seinen Arbeitszeiten im Personaleinsatzplan erfasst.

Natürlich tauschen die Kollegen auch ab und an einmal Schichten untereinander, wenn kurzfristig etwas dazwischen gekommen ist. Der Wechsel in andere Projekte ist ebenfalls möglich, sofern der Mitarbeiter über die nötigen Kenntnisse verfügt.

[An dieser Stelle einmal ein großes Lob an Matthias aus der Personaleinsatzplanung, der bemüht ist, allen Wünschen und Anliegen aufseiten der Kunden –  denn in erster Linie sind wir Dienstleister – und unserer Mitarbeiter gerecht zu werden!]

Flexibilität ist ein Geben und Nehmen

Als Arbeitgeber müssen wir einen Spagat bewältigen: Wir sind auf der einen Seite bemüht, unseren Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle zu ermöglichen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen, so sind wir auf der anderen Seite auch darauf angewiesen, Mitarbeiter flexibel einzusetzen, um Stoßzeiten in den Projekten abfangen zu können. Es ist ein Geben und Nehmen.

Angebote müssen auch wahrgenommen werden

Geht es um flexible Arbeitszeitmodelle, klingt das alles immer wunderbar. Allerdings ist dabei eine enge Zusammenarbeit von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zwingend notwendig, die dann auch gesucht und gepflegt werden muss. Urlaubswünsche können nur dann berücksichtig werden, wenn sie vom Arbeitnehmer auch benannt werden. Das klingt jetzt banal, ist es aber nicht. Ein intaktes Vertrauensverhältnis ist ebenfalls eine wichtige Voraussetzung – gerade wenn es um den Einsatz in der Telearbeit geht. Dieses Arbeitszeitmodell können wir nicht in allen Projekten realisieren, da es die Projektauflagen oftmals nicht zulassen – das Stichwort ist hier der Datenschutz –, und es ist Mitarbeitern vorbehalten, die bereits mindestens sechs Monate im Unternehmen sind.

christine-heller@3c-dialog.de'

Author: Christine Heller

Kommentare

  • elena.2@gmx.net'
    4. März 2013

    Danke für den Beitrag. Das Thema „Arbeitszeiten“ ist für jeden Arbeitgeber von großer Bedeutung. Einerseits sollen die Kunden zufrieden und gut betreut sein, andererseits arbeiten gut nur motivierte Mitarbeiter. Ich finde es gut, dass den Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig die Arbeitszeit zu gestalten, um das Privat- und Berufsleben erfolgreich auszugleichen.

  • piavangarten@yahoo.de'
    Pia
    12. August 2013

    Ein interessanter Artikel! Neulich habe ich über eine Flexibilisierung der Arbeitszeit durch den Siasonwechsel gelesen: „Wer im Winter mehr arbeitet, muss während der Sommerzeit nur von Montag bis Donnerstag Arbeit leisten.“ Hat jemand Erfahrung, ob solches Model auch gut funktioniert?

    Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/strategie-personal/weniger-arbeit-gleicher-lohn/

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